Prof. Katharina Schaufler, Leiterin der Abteilung „Epidemiologie und Ökologie antimikrobieller Resistenz“ am HIOH, ist in den wissenschaftlichen Beirat der European Partnership on One Health Antimicrobial Resistance (EUP OHAMR) berufen worden. In dieser Rolle bringt sie ihre wissenschaftliche Expertise in ein europäisches Konsortium ein, das sich der Bekämpfung antimikrobieller Resistenzen widmet und strategische Impulse für Forschung und Innovation in diesem zentralen Gesundheitsbereich setzt.
Das 2025 gegründete und von der Europäischen Kommission kofinanzierte Konsortium verfolgt ein ambitioniertes Ziel: Forschung im One Health-Bereich soll gestärkt werden, um die Überwachung resistenter Erreger zu verbessern, Diagnostik und Behandlung von Infektionen zu optimieren und durch wirksame Präventionsmaßnahmen den Einsatz antimikrobieller Wirkstoffe sowie die Ausbreitung von Resistenzen zu reduzieren. In den kommenden zehn Jahren sollen rund 250 Millionen Euro in Forschungs- und Innovationsprojekte zur Bekämpfung antimikrobieller Resistenzen fließen. Damit setzt die Initiative ein starkes Zeichen im Kampf gegen eine der größten gesundheitlichen Herausforderungen unserer Zeit.
Die EUP OHAMR beschränkt sich nicht allein auf die Förderung neuer Projekte. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Aufbau nachhaltiger Forschungsstrukturen, der besseren Nutzung und Vernetzung von Forschungsdaten sowie der Überführung wissenschaftlicher Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung in konkrete Anwendungen. Langfristig möchte die Initiative dazu beitragen, neue Ansätze zur Behandlung und Prävention resistenter Infektionen zu entwickeln und zugleich bestehende Wissenslücken im Bereich antimikrobieller Resistenzen zu schließen. Inhaltlich knüpft die EUP OHAMR damit unmittelbar an die Arbeit der Joint Programming Initiative on Antimicrobial Resistance (JPIAMR) an, deren Aktivitäten im Mai 2025 ausgelaufen sind.
Als Mitglied des wissenschaftlichen Beirates wird Katharina Schaufler die EUP OHAMR zu wissenschaftlichen und strategischen Fragen rund um das Thema One Health beraten. Zusätzlich geben die 16 Mitglieder des Beirates Feedback aus der Wissenschaft und stehen für Workshops sowie Networking-Aktivitäten zur Verfügung. Alle Mitglieder werden zunächst für einen Zeitraum von drei Jahren berufen, eine einmalige Verlängerung ist möglich.
Das einzige andere deutsche Mitglied des EUP OHAMR Beirats ist ebenfalls Forscher am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI). Prof. Rolf Müller ist wissenschaftlicher Geschäftsführer des Helmholtz-Instituts für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS), einem Standort des HZI in Zusammenarbeit mit der Universität des Saarlandes.

































