INFORBIO ist ein multidisziplinäres Projekt, das nachhaltige Land- und Forstwirtschaft mit mobilen Gesundheitsangeboten und dem Aufbau eines Frühwarnsystems für zoonotische Erkrankungen verbindet. Übergeordnetes Ziel ist es, Wälder als natürliche Barrieren gegen die Ausbreitung zoonotischer Krankheiten zu schützen und gleichzeitig die Lebensgrundlagen der Bevölkerung in abgelegenen Regionen der Zentralafrikanischen Republik (ZAR) und Kameruns zu verbessern.
Der WWF Deutschland koordiniert das Projekt gemeinsam mit dem WWF in der ZAR und in Kamerun, der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (Food and Agriculture Organization, FAO) und weiteren lokalen und internationalen Partnern. Das HIOH übernimmt im Projekt den Aufbau eines Frühwarnsystems für Zoonosen in drei Zielregionen: den Dzanga-Sangha-Schutzgebieten (ZAR), dem Campo-Ma’an-Nationalpark (Kamerun) und dem Lobéké-Nationalpark (Kamerun). Dafür werden die Forschenden regelmäßig Proben von Wildtieren, Wildfleisch (Bushmeat) und aus der Umwelt nehmen und sie in den kommenden fünf Jahren in Laboren vor Ort analysieren.
Projektname: INFORBIO – INtact and effectively managed FORests and BIOdiversity as natural barriers to mitigate climate change and risk of pathogen spillover
Forschungsstandorte: Dzanga-Sangha-Schutzgebiete (DSPA), Zentralafrikanische Republik; Lobéké-Nationalpark (LNP), Kamerun; Campo-Ma’an-Nationalpark (CMNP), Kamerun
Schwerpunkte: Waldschutz und Wiederherstellung degradierter Landschaften, Stärkung lokaler und indigener Gemeinschaften, Biodiversitätsmonitoring, One Health-Ansatz & Entwicklung eines Frühwarnsystems für Zoonosen, Governance, nachhaltige Nutzung und Management von Schutzgebieten
Konsortium: World Wide Fund for Nature (WWF) Deutschland (Koordination), WWF Zentralafrikanische Republik, WWF Kamerun, University College London (UCL) mit Project Bwanga, International Institute of Tropical Agriculture (IITA), Food and Agriculture Organization der Vereinten Nationen (FAO), lokale Behörden, Forschungseinrichtungen und Vertreterinnen und Vertreter der Communities
Laufzeit: 2024–2030 (6 Jahre)
Förderung: Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit
Wissenschaftliche Leitung am HIOH: Lorenzo Lagostina und Livia V. Patrono