Dr. Johanna Dups-Bergmann
Über
Johanna Dups-Bergmann ist eine australische Tierärztin mit mehr als zwei Jahrzehnten Erfahrung in den Bereichen Infektionskrankheiten, Veterinärepidemiologie und One-Health. Johanna promovierte am Australian Centre for Disease Preparedness, wo sie die Übertragung und Pathogenese von Henipaviren untersuchte. Ihre Arbeit verband BSL-4-Pathogenese-Studien und molekulare Forschung mit Probenahmen bei Fledermäusen und verschaffte ihr so Erfahrung sowohl in der klassischen Laborarbeit als auch in der feldbasierten Infektionsforschung. Anschließend verlagerte sie ihren Schwerpunkt auf die Wirtsforschung und untersuchte humorale Immunantworten auf Malariainfektionen. Um diese unterschiedlichen Perspektiven zusammenzuführen, absolvierte Johanna einen Master of Applied Epidemiology (MAppEpi) an der Australian National University mit Sitz im Gesundheitsministerium von Westaustralien. Dies ermöglichte ihr die Epidemiologie aus der Perspektive der menschlichen Gesundheit zu betrachten, und verdeutlichte ihr die Chancen und Herausforderungen, die mit der Arbeit über verschiedene Gesundheitssektoren hinweg verbunden sind. Anschließend nutzte sie diese interdisziplinäre Ausbildung als Veterinärepidemiologin im Landwirtschaftsministerium von Westaustralien, wo sie Tierepidemien untersuchte und Überwachungssysteme entwickelte und umsetzte, wobei ihr besonderes Augenmerk auf zoonotischen Krankheiten lag. Im Jahr 2020 kam Johanna für die Forschung nach Deutschland. Sie arbeitete am Friedrich-Loeffler-Institut an einer Reihe von One Health-Projekten mit, darunter die Harmonisierung der Überwachung zwischen den Bereichen Human- und Tiergesundheit sowie an der Entwicklung von One Health-Kohortenstudien, die Untersuchungen und Probenahmen an der Schnittstelle zwischen Mensch, Tier und Umwelt integrieren. Johanna ist nun am Helmholtz-Institut für One Health tätig, wo sie weiterhin an One-Health-Kohorten und integrierter Überwachung arbeitet und dabei ihre Erfahrungen in den Bereichen Veterinärmedizin, Infektionskrankheiten, Epidemiologie und öffentliche Gesundheit bündelt, um Gesundheitsbedrohungen an der Schnittstelle zwischen Mensch, Tier und Umwelt besser zu verstehen.