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One Health Surveillance

Dr. Fee Zimmermann

Die Forschungsgruppe One Health Surveillance (OHS) koordiniert die umfassende, longitudinale Erhebung und Verknüpfung von Proben und Hintergrunddaten zur Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt. Diese Sammlung bildet ein einzigartiges Daten- und Probenarchiv, das als zentrale Grundlage für die Forschung in allen Abteilungen des HIOH sowie für die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern dient.

One Health Exploratories Updates One Health-Kohorte

Unsere Forschung

Im Zentrum unserer Arbeit stehen die One Health Exploratories (OHEs) – interdisziplinäre Langzeitforschungsmaßnahmen, die darauf ausgerichtet sind, die komplexen Zusammenhänge zwischen menschlicher, tierischer und Ökosystem-Gesundheit besser zu verstehen und daraus evidenz-basierte Ansätze für Prävention und nachhaltige Gesundheit zu entwickeln. Diese Aktivitäten konzentrieren sich auf zwei Schwerpunktregionen. In den afrikanischen Tropen arbeiten wir in Regenwaldökosystemen und angrenzenden Dörfern – Regionen mit hoher Biodiversität und schnellen ökologischen Veränderungen. Hier gehen enge Mensch-Tier-Kontakte und begrenzte Gesundheitsversorgung mit einem erhöhten Risiko für neu auftretende Infektionskrankheiten einher. Parallel dazu forscht die OHS-Gruppe auch im Nordosten Deutschlands, in Mecklenburg-Vorpommern, wo wir auf lokalen Projekten und bestehenden Kohortenstudien aufbauen können (z. B. SHIP - Study of Health in Pomerania). Hier prägen eine geringe Bevölkerungsdichte und intensive landwirtschaftliche Nutzung die Interaktionen zwischen Mensch und Tier. In beiden Regionen ergänzen projektbasierte, drittmittelfinanzierte Studien die kontinuierlichen OHS-Kernaktivitäten. Die daraus gewonnenen Daten ermöglichen globale vergleichende Analysen und fördern den Wissenstransfer, sowohl in die lokalen Communities als auch auf internationaler Ebene. 

One Health Exploratories

Die One Health Exploratories sind langfristig angelegte, interdisziplinäre Forschungsinfrastrukturen, die in diesen Schwerpunktregionen verankert sind. An ersten Pilotstandorten in Subsahara-Afrika – im Taï-Nationalpark in Côte d’Ivoire und in den Dzanga-Sangha-Schutzgebieten in der Zentralafrikanischen Republik – sind sie bereits vollständig etabliert und haben den Forschungsbetrieb aufgenommen.

Vergleichbar mit Wetterstationen, die meteorologische Werte aufzeichnen, erfassen die Exploratories verschiedenste Parameter an der Schnittstelle zwischen Menschen, Tier und Umwelt: Sie verknüpfen klinisches Monitoring der menschlichen Gesundheit (in Zusammenarbeit mit Krankenhäusern und Dorfgesundheitszentren), langfristige Kohortenstudien in der Bevölkerung, die systematische Dokumentation von Mensch-Tier-Umwelt-Interaktionen sowie Daten zu Ernährung und sozioökonomischen Bedingungen. Ergänzt werden diese Erhebungen durch innovative Wildtierbeobachtung, Umwelt-, Klima- und Biodiversitätsmessungen sowie die systematische Erfassung der Gesundheit von Haus- und Nutztieren. 

In enger Zusammenarbeit mit lokalen Partnern und Gemeinden entwickelt, ermöglichen die Exploratories die frühzeitige Erkennung neu auftretender Krankheitserreger und unterstützen die gemeinsame Entwicklung nachhaltiger Strategien zur Pandemieprävention, für Gesundheit und Resilienz. Sie sind als skalierbare Modelle konzipiert und dienen so als Vorlage zur weltweiten Nachahmung und Weiterentwicklung.

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One Health-Kohorte

Anfang 2026 startete die erste One Health-Kohorte des HIOH und seiner Kooperationspartner in Côte d’Ivoire – ein zentrales Element der One Health Exploratories. Durch medizinische Untersuchungen gesunder Freiwilliger und ihrer Tiere, kombiniert mit umfangreichen Befragungen und verschiedenen Umweltproben, erfasst die Kohorte die Wechselwirkungen zwischen der Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt. Die Erhebung wird über viele Jahre hinweg in regelmäßigen Abständen wiederholt und kann so gesundheitliche Entwicklungen infolge veränderter Umwelt- und Lebensbedingungen frühzeitig sichtbar machen. 

Weitere Informationen zur Kohorte sowie regelmäßige Updates aus dem Alltag des HIOH-Kohortenteams vor Ort finden Sie in unserem Blog.

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One Health Klinische Surveillance

Ein weiterer zentraler Bestandteil der One Health Exploratories wird seit Herbst 2025 in der Zentralafrikanischen Republik ausgebaut: In enger Zusammenarbeit mit lokalen Gesundheitsfachkräften unterstützen wir Gesundheitsstationen in Dörfern bei der Probenentnahme von Patientinnen und Patienten, dokumentieren Umwelt- und Tierkontakte und stärken grundlegende klinische und diagnostische Kapazitäten.

Die Verknüpfung der klinischen menschlichen Proben mit unseren Daten aus der Wildtierbeobachtung, Umweltanalysen und sozioökonomischen Erhebungen ermöglicht die frühzeitige Erkennung zoonotischer Krankheitserreger und stärkt die lokalen Kapazitäten im Bereich der öffentlichen Gesundheit sowie die Reaktionsfähigkeit bei Krankheitsausbrüchen.

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Team-Mitglieder

Fee Zimmermann

Dr. Fee Zimmermann

Forschungsgruppenleiterin

Claudia Voß

Claudia Voß

Teamassistenz

Laurin Gierse

Dr. Laurin Gierse

Administrativer Referent

Pauline Glawe

Pauline Glawe

Administrative Referentin

Léonce Kouadio

Dr. Léonce Kouadio

Gastwissenschaftler

Niklas Floß

Dr. med. Niklas Floß

Gastwissenschaftler

Oby Zephirin Wayoro

Dr. Oby Zephirin Wayoro

Gastwissenschaftler

Filipe Dias

Dr. Filipe Dias

Wissenschaftler

Franziska Stoek

Dr. Franziska Stoek

Wissenschaftlerin

Kathrin Nowak

Dr. Kathrin Nowak

Wissenschaftlerin

Yanthe Nobel

Yanthe Nobel

Wissenschaftlerin