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Dr. Yvonne Ajamma

Über

Yvonne Ukamaka Ajamma ist Molekularbiologin, Genetikerin und Entomologin. In ihrer Forschung nutzt sie molekulare Diagnostik, Genomforschung und One-Health-Ansätze, um zoonotische Erreger zu identifizieren und die Überwachung von Infektionskrankheiten zu unterstützen. 

Sie promovierte in Genetik an der Jomo Kenyatta University of Agriculture and Technology (JKUAT) in Kenia, wobei sie dem International Centre of Insect Physiology and Ecology (ICIPE) in Kenia angegliedert war und die Populationsgenetik von Arbovirus-Vektoren auf geografisch isolierten Inseln untersuchte. Später leitete sie Bioinformatik-Projekte zur Identifizierung potenzieller Malaria-Wirkstoffe und Insektizid-Zielstrukturen am Covenant University Bioinformatics Research (CUBRe). Zudem gehörte sie zu den Pionieren, die das Covenant Applied Informatics and Communication Africa Centre of Excellence (CApIC-ACE) für Ausbildung und Forschung zur Entwicklung von Malariamedikamentenkandidaten und diagnostischen Biomarkern für Krebs gründeten. Danach erforschte sie die Vektorkompetenz verschiedener Mückenarten für das West-Nil-Virus in Laboren der Biosicherheitsstufen 2 und 3 am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) in Insel-Riems Greifswald, Deutschland, im Rahmen eines Georg-Forster-Forschungsstipendiums der Alexander von Humboldt-Stiftung .

2024 trat Yvonne der Abteilung Pathogen Evolution (PAEV) am Helmholtz-Institut für One Health (HIOH) bei. Dort untersucht sie die molekulare Vielfalt und Evolution zoonotischer Erreger aus sowohl historischen, als auch modernen Proben mithilfe molekulardiagnostischer und genomischer Ansätze. Darüber hinaus unterstützt sie weitere Projekte in anderen HIOH-Abteilungen bei der Erregerüberwachung sowie bei der Entwicklung feldtauglicher Sequenzierungstechnologien und entsprechender Arbeitsabläufe.

Ihre Forschung verbindet Molekularbiologie, Genomforschung, Bioinformatik und evolutionsbiologische Ansätze, um zoonotische und vektorübertragene Krankheiten besser zu verstehen. Zu ihren Forschungsinteressen gehörenu.a. Wirt-Vektor- Pathogen-Interaktionen, Erregerüberwachung, Biodiversitätsmonitoring, Populationsgenetik sowie die Entwicklung molekularer Nachweismethoden für Infektionserreger durch PCR-basierte Diagnostik, DNA-Barcoding, Sanger-Sequenzierung, Next-Generation-Sequencing (NGS) und molekulare Hochdurchsatzanalysen.